Schach
„Das Schach hält seine Meister in eigenen Banden, Fesseln; auf vielerlei Weise formt es ihren Geist, so dass die innere Freiheit selbst des Stärksten beeinflusst wird.“ - Albert Einstein
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„Das Schach hält seine Meister in eigenen Banden, Fesseln; auf vielerlei Weise formt es ihren Geist, so dass die innere Freiheit selbst des Stärksten beeinflusst wird.“ - Albert Einstein
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„Das Schach hält seine Meister in eigenen Banden, Fesseln; auf vielerlei Weise formt es ihren Geist, so dass die innere Freiheit selbst des Stärksten beeinflusst wird.“ - Albert Einstein
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„Das Schach hält seine Meister in eigenen Banden, Fesseln; auf vielerlei Weise formt es ihren Geist, so dass die innere Freiheit selbst des Stärksten beeinflusst wird.“ - Albert Einstein
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„Schach sollte überall auf der Welt Schulfach werden. Es fördert die geistige Auseinandersetzung. Es lehrt die Demut in der Niederlage.“ - Garri Kasparow
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„Schach sollte überall auf der Welt Schulfach werden. Es fördert die geistige Auseinandersetzung. Es lehrt die Demut in der Niederlage.“ - Garri Kasparow
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„Schach sollte überall auf der Welt Schulfach werden. Es fördert die geistige Auseinandersetzung. Es lehrt die Demut in der Niederlage.“ - Garri Kasparow
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„Im Schach gewinnt jeder. Hat man Freude am Spiel - und das ist die Hauptsache - ist auch der Verlust einer Partie kein Unglück." - David Bronstein
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„Im Schach gewinnt jeder. Hat man Freude am Spiel - und das ist die Hauptsache - ist auch der Verlust einer Partie kein Unglück." - David Bronstein
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„Im Schach gewinnt jeder. Hat man Freude am Spiel - und das ist die Hauptsache - ist auch der Verlust einer Partie kein Unglück." - David Bronstein
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„Im Schach gewinnt jeder. Hat man Freude am Spiel - und das ist die Hauptsache - ist auch der Verlust einer Partie kein Unglück." - David Bronstein
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„Das Schachspiel übertrifft alle anderen Spiele so weit wie der Chimborasso einen Misthaufen." - Arthur Schopenhauer (Chimborasso = Berg in Südamerika.)
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„Das Schachspiel übertrifft alle anderen Spiele so weit wie der Chimborasso einen Misthaufen." - Arthur Schopenhauer (Chimborasso = Berg in Südamerika.)
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„Im Schach ist es erst dann möglich, ein großer Meister zu werden, wenn man die eigenen Fehler und Mängel erkannt hat. Genau wie im Leben.“ - Alexander Aljechin
Schach
„Im Schach ist es erst dann möglich, ein großer Meister zu werden, wenn man die eigenen Fehler und Mängel erkannt hat. Genau wie im Leben.“ - Alexander Aljechin
Schach
„Ich bedauere jeden, der das Schachspiel nicht kennt. Bringt es schon dem Lernenden Freude, so führt es den Kenner zu hohem Genuss." - Lew Tolstoi
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„Ich bedauere jeden, der das Schachspiel nicht kennt. Bringt es schon dem Lernenden Freude, so führt es den Kenner zu hohem Genuss." - Lew Tolstoi
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„Ich bedauere jeden, der das Schachspiel nicht kennt. Bringt es schon dem Lernenden Freude, so führt es den Kenner zu hohem Genuss." - Lew Tolstoi
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„Ich bedauere jeden, der das Schachspiel nicht kennt. Bringt es schon dem Lernenden Freude, so führt es den Kenner zu hohem Genuss." - Lew Tolstoi
Schach
„Neben dem intellektuellen Reiz des Schachs ist der erzieherische Wert von Bedeutung. Schach lehrt Logik, Phantasie, Selbstdisziplin und Entschlossenheit.“ - Garri Kasparow
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„Neben dem intellektuellen Reiz des Schachs ist der erzieherische Wert von Bedeutung. Schach lehrt Logik, Phantasie, Selbstdisziplin und Entschlossenheit.“ - Garri Kasparow
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„Neben dem intellektuellen Reiz des Schachs ist der erzieherische Wert von Bedeutung. Schach lehrt Logik, Phantasie, Selbstdisziplin und Entschlossenheit.“ - Garri Kasparow
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„Neben dem intellektuellen Reiz des Schachs ist der erzieherische Wert von Bedeutung. Schach lehrt Logik, Phantasie, Selbstdisziplin und Entschlossenheit.“ - Garri Kasparow

Saison 1962/63 

Schon seit vielen Jahren war das Schachspiel in Ladenburg ausgiebig gepflegt worden, hatte sich aber, abgesehen von sehr kurzen Zeitintervallen, nicht in einem Klub konsolidiert. Etwa um das Jahr 1958 kristallisiert sich das Eiscafé "Venezia" - damals noch am Carl-Benz-Platz - als Treffpunkt der Ladenburger Schachspieler heraus.

Nachdem im Sommer des Jahres 1962 zum ersten Male eine Ladenburger Stadtmeisterschaft unter Turnierbedingungen durchgeführt wird, taucht die Idee einer Klubgründung auf und wird so zügig in die Tat umgesetzt, dass schon in der darauffolgenden Saison 1962/63 zwei Mannschaften in die Verbandsrunde starten können. Erster Vorsitzender wird unser späteres Ehrenmitglied Karl Ehret. Aus organisatorischen Gründen schließt man sich zunächst dem TSG 1864 (der heutigen LSV 1864) als selbständige Abteilung an und trifft sich wöchentlich in der Vereinsgaststätte "Jahnhalle". Zu den Gründungsmitgliedern zählen auch die heute noch bzw. wieder aktiven Spieler Dieter Villing, Egon Müller, Klaus Eisen und Erwin Siebig.

Sportlich ist dann die Ausbeute dieser ersten Saison der Euphorie des Anfangsjahres noch nicht ganz angemessen: In der zwölf Mannschaften umfassenden Kreisklasse startet die erste Mannschaft mit einem 8:0 und einem 7:1-Sieg, um dann allerdings im Mittelfeld der Liga zu landen. Die zweite Mannschaft erreicht den zehnten Platz.

Saison 1963/64 

Wie schon im letzten Jahr startet die erste Mannschaft hervorragend, läßt jedoch dem guten Start diesmal auch weitere klare Siege folgen und steigt am Ende als souveräner Meister in die Bezirksklasse auf.

Die zweite Mannschaft muss leider im Laufe der Saison zurückgezogen werden, und nach der Spielzeit wird die Vernunftehe mit der TSG 1864 aufgelöst. Infolgedessen zieht man in ein neues Spiellokal um, nämlich in das Lokal "Zum Goldenen Hirsch" in der Hauptstraße, in dem wir auch heutzutage noch gerne nach getaner Arbeit an den Verbandsrundenspieltagen unsere Siege feiern bzw. uns über unsere Niederlagen hinwegtrösten.

Saison 1964/65 

Die Ladenburger Mannschaft ist nicht zu bremsen. In der Bezirksklasse gelingt auf Anhieb der zweite Platz, was zu einem Stichkampf gegen den zweiten der Bezirksklasse Heidelberg, den Schachklub aus Rot, berechtigte. Nach souveränem Spiel erringt Ladenburg einen klaren 6:2-Sieg und den Aufstieg in die Bereichsliga, wo man zunächst in den Landkreis Heidelberg eingegliedert wird und insofern etwas weitere Wege gehen muss.

Ein wahres Fotofinish ergibt sich in der Ladenburger Stadtmeisterschaft, in der kurz vor Schluss noch mit Dieter Villing, Egon Müller und Hans Rohrer gleich drei Spieler punktgleich sind. Am Ende muss ein Stichkampf zwischen den punktgleichen Villing und Rohrer die Entscheidung bringen, den Villing klar mit 3:0 gewinnen kann.

Saison 1965/66 

In der Bereichsliga startet Ladenburg gleich mit zwei klaren Niederlagen gegen Kirchheim und Wiesloch. Dann allerdings fängt man sich und landet einige Siege, was zu einem Punktekonto von 9:9 Punkten und einem sicheren Mittelfeldplatz reicht.

Nach Ende dieser Saison wechselt Ladenburg dennoch die Liga: Von der Bereichsliga Heidelberg geht es ab sofort in die Bereichsliga Mannheim.

Saison 1966/67   

Einem Auftaktunentschieden gegen Ilvesheim folgen sichere Siege gegen Oftersheim, Tabellenführer Feudenheim, Verfolger Lindenhof und Käfertal. Nach einem Punktverlust gegen Pfingstberg am vorletzten Spieltag muss man Feudenheim wieder gleichziehen lassen, und nach dem erneuten Unentschieden gegen Schwetzingen landet man schließlich nur auf Platz 2. Somit muss ein Stichkampf gegen den Zweiten der Bereichsliga Heidelberg, die Mannschaft von Eppingen II, entscheiden. Hier zeigen Karl Ehret, Egon Müller, Dieter Villing, Erwin Frodl, Erich Schwarz, Klaus Eisen, Gerd Braun und Peter Kolb eine Glanzleistung und besiegen die favorisierten Kraichgauer mit sage und schreibe 7,5:0,5! Damit steht man erstmals in der Landesliga - nur fünf Jahre nach der Vereinsgründung.

Saison 1967/68   

In der Landesliga, immerhin der zweithöchsten Spielklasse, weht ein für die junge Ladenburger Mannschaft zu rauher Wind: Gegen die Traditionsvereine Mannheim 1910, Feudenheim, Weinheim, Hockenheim, Mosbach, Kirchheim und die Oberligareserven aus Seckenheim und Heidelberg gelingen vier Unentschieden bei vier Niederlagen, was den ersten Abstieg für den jungen Verein bedeutet. Die 4:12 Punkte sind zwar sehr achtbar, aber letzten Endes entscheidet die Tatsache, dass Weinheim in den Aufstiegskämpfen zur Oberliga scheitert, gegen die Ladenburger. Einen schönen Erfolg schafft dagegen Dieter Villing, der mit fünf Siegen und zwei Remisen Mannheimer Stadt- und Bezirksmeister wird und zahlreiche Spieler der Oberligavereine Lindenhof und Seckenheim sowie der Landesligakonkurrenz hinter sich läßt.

Wieder einmal kräftiges Gedränge herrscht dagegen bei der Stadtmeisterschaft, wo Egon Müller, Erich Schwarz und Franz Kreuziger gleich einen Dreier-Stichkampf um den Titel ausspielen müssen, den Egon Müller für sich entscheiden kann.

Zum ersten Mal richtet man ein Mannschaftsturnier aus, das von Feudenheim knapp vor Lindenhof gewonnen wird.

Saison 1967/68   

In der Landesliga, immerhin der zweithöchsten Spielklasse, weht ein für die junge Ladenburger Mannschaft zu rauher Wind: Gegen die Traditionsvereine Mannheim 1910, Feudenheim, Weinheim, Hockenheim, Mosbach, Kirchheim und die Oberligareserven aus Seckenheim und Heidelberg gelingen vier Unentschieden bei vier Niederlagen, was den ersten Abstieg für den jungen Verein bedeutet. Die 4:12 Punkte sind zwar sehr achtbar, aber letzten Endes entscheidet die Tatsache, dass Weinheim in den Aufstiegskämpfen zur Oberliga scheitert, gegen die Ladenburger.

Einen schönen Erfolg schafft dagegen Dieter Villing, der mit fünf Siegen und zwei Remisen Mannheimer Stadt- und Bezirksmeister wird und zahlreiche Spieler der Oberligavereine Lindenhof und Seckenheim sowie der Landesligakonkurrenz hinter sich läßt.

Wieder einmal kräftiges Gedränge herrscht dagegen bei der Stadtmeisterschaft, wo Egon Müller, Erich Schwarz und Franz Kreuziger gleich einen Dreier-Stichkampf um den Titel ausspielen müssen, den Egon Müller für sich entscheiden kann.Zum ersten Mal richtet man ein Mannschaftsturnier aus, das von Feudenheim knapp vor Lindenhof gewonnen wird.

Saison 1969/70   

Eine frohe Nachricht gibt es schon vor Beginn der Verbandsrunde: Zahlreiche Neumitglieder machen die neugründung der lange Zeit entschlummerten zweiten Mannschaft möglich, die als Sechsermannschaft in der Kreisklasse B startet. Aufgrund des Andrangs wird im "Hirsch" sogar ein zweiter wöchentlicher Trainingsabend eingeführt.

In der Bereichsliga erscheint zunächst als schärfster Konkurrent der SK Lindenhof II, doch schon nach drei Spieltagen liegt man mit 6:0 zwei Punkte vor der Konkurrenz. Nach sieben Runden und 14:0 Punkten ist schließlich der Vorsprung auf vier Punkte angewachsen, ehe man mit zwei 4:4-Unentschieden die Saison beschließt. Somit sind Egon Müller, Dieter Villing, Gerd Braun, Erich Schwarz, Erwin Frodl, Dieter Sauerbier, Klaus Eisen und Karl Ehret erneut in die Landesliga aufgestiegen. In der kommenden Saison kann man sich dort mehr Chancen ausrechnen, da zur neuen Saison unterhalb der Oberliga die Verbandsliga eingeführt wird und die stärksten Teams somit in diese Spielklasse abwandern werden.Auch die zweite Mannschaft spielt in dieser Saison ganz hervorragend: Nachdem man in der Südstaffel der Kreisklasse B alle Kämpfe gewonnen hat, muss beim Aufstiegskampf gegen den Nordmeister Viernheim beim glücklichen 3:3 die Berliner Wertung herhalten.

Da im größer gewordenen Verein die ersten Differenzen untereinander auftauchen, gibt es bei der Hauptversammlung eine lebhafte Diskussion und schließlich einen neuen Ersten Vorsitzenden: Rudi Wahl führt den Ladenburger Schachklub ins neue Jahrzehnt.

Und in der Sommerpause werden bei den Jubiläumsturnieren zum zehnjährigen Bestehen des benachbarten Schachklubs 1960 Neckarhausen die letzten Erfolge der Saison errungen: Ladenburg gewinnt die Mannschaftswertung vor Mörlenbach II, Neckarhausen und Mörlenbach I, und im Einzelturnier wird Egon Müller Sieger.


Saison 1970/71   

Da die Landesliga in diesem Jahr deutlich schwächer ist als noch drei Jahre zuvor, macht man sich in Ladenburg vor der Saison gewisse Hoffnungen auf die Meisterschaft. Jedoch bringt gleich die erste Runde mit dem 3:5 gegen Schönau einen herben Dämpfer. Dann folgen zwei Siege, als jedoch Schönau patzt, kassiert auch Ladenburg im denkbar ungünstigsten Moment eine erneute knappe Niederlage gegen Hockenheim 1930. Ein dritter Verlust gegen Lindenhof II bringt Ladenburg kurzfristig sogar etwas in Gefahr, dann aber gibt es noch eine schöne Siegesserie und am Ende Platz vier.

Eine sehr gute Saison spielt die zweite Mannschaft als Neuling in der Kreisklasse A. Mit nur zwei abgegebenen Unentschieden landet man am Ende knapp hinter dem punktgleichen Favoriten des SC Lampertheim II, immerhin einer Oberliga-Reservemannschaft, auf Platz zwei und schafft den erneuten Aufstieg.Einige Veränderungen ergeben sich auch im organisatorischen Bereich: So muss auf der Hauptversammlung der Mitgliedsbeitrag von 12 DM auf 18 DM jährlich erhöht werden, um die chronische Ebbe in der Kasse zu beseitigen, und nach vielen Jahren wird das Spiellokal "Hirsch" verlassen. Neue Spielstätte ist das Café Schork am Marktplatz. Eine ganz wichtige Investition in die Zukunft ist die erstmalige Einführung eines Jugendtrainings, das von Rainer Grund durchgeführt wird.

Und im Sommer des Jahres gibt es einen erneuten Blitzerfolg: Beim Schäferturnier in Bad Mergentheim erreicht die Ladenburger Abordnung Rang zwei. Das eigene Mannschaftsschnellturnier wird zum dritten Male von Lindenhof gewonnen, so dass der Wanderpokal nun endgültig bei den Mannheimern bleibt.

Saison 1971/72   

Spannender Dreikampf in der Landesliga um den Aufstieg: Zwar unterliegt Ladenburg knapp gegen Ligafavorit Rheinau 1970, der im nächsten Jahr mit Mannheim 1865 zu "Lasker Mannheim" fusionieren wird, dann aber kassiert Rheinau eine überraschende Niederlage gegen Lindenhof II, ehe kurz vor Schluss Ladenburg durch eine weitere Schlappe aus dem Rennen und auf Platz drei geworfen wird.

Sensation in der Bezirksklasse am sechsten Spieltag: Zum ersten Mal seit Bestehen verliert die zweite Mannschaft einen Verbandskampf! Dies erweist sich jedoch nur als Schönheitsfehler, da am Ende doch noch der zweite Platz in der Bezirksklasse und damit der Aufstieg in die Bereichsliga zu Buche steht.

Wieder einmal wird die Stadtmeisterschaft in einem Stichkampf entschieden, diesmal zwischen Prof.Dr.Günter Wenzel und Dieter Villing, den das Ladenburger Gründungsmitglied für sich entscheiden kann. Für große Erfolge sorgt Ursula Wasnetsky, die mittlerweile von Ilvesheim nach Ladenburg gewechselt ist und als Spitzenspielerin im Deutschen Damenschach bei den Deutschen Meisterschaften nach dem Titelgewinn 1968 und dem dritten Platz 1970 diesmal die Vizemeisterschaft und die damit verbundene Qualifikation für das Interzonenturnier schafft, bei dem die Teilnehmerinnen an der Weltmeisterschaft ermittelt werden.

Saison 1972/73   

Ein wahres Fotofinish gibt es in der Landesliga, nachdem Ladenburg seine zwei Punkte Vorsprung auf Mitkonkurrenten Lindenhof II durch eine Niederlage gegen Weinheim verspielt. Vor der letzten Runde hat Lindenhof II dann zwei Brettpunkte Vorsprung. Zufälligerweise gewinnen die Mannheimer den letzten Kampf dann genau mit 6,5:1,5 gegen Seckenheim II, während kurz zuvor der Oberligakampf zwischen den beiden ersten Mannschaften derselben Vereine mit einem für Seckenheim wichtigen Unentschieden endet. Der Verdacht liegt nahe, und tatsächlich findet sich ein Zeuge, der bestätigt, dass der Kampf zwischen Lindenhof II und Seckenheim II gar nicht gespielt wurde! Schließlich wird auf einen Stichkampf um den Platz in der Aufstiegsrunde entschieden, den Ladenburg knapp mit 4,5:3,5 gewinnen kann. Auch in den Aufstiegskämpfen gegen Bretten und die Schachfreunde Heidelberg kann die Mannschaft bestehen und steigt somit als erster und bisher einziger Landesligavizemeister in die Verbandsliga auf.

Nur eine Spielklasse unter der ersten Mannschaft tummelt sich inzwischen die zweite Mannschaft. In der Bereichsliga ist denn auch vorerst die Aufstiegsserie der Ladenburger Reserve gestoppt. Immerhin landet man am Ende hinter Aufsteiger Schwetzingen und dem PSV Mannheim auf einem sehr guten dritten Platz.

Ganz neu im Geschäft ist hingegen die aus der Jugendgruppe hervorgegangene dritte Mannschaft, die in der Kreisklasse B sofort den Meistertitel und den damit verbundenen Aufstieg in die A-Klasse erreichen kann.

Im Blitzen zeigt Ladenburg alte Stärke und gewinnt das Mergentheimer Schäferturnier sowie die B-Gruppe des Internationalen Mannheimer Maimarktturnieres. Im Bezirkseinzelpokal erreicht Dieter Villing das Finale, muss dort aber die Überlegenheit seines Gegners anerkennen. Bei den Bezirksschülermannschaften gewinnt Erich Müller den Titel vor gleich fünf Weinheimer Verfolgern, die am Ende auf den Plätzen zwei bis sechs landen.

Saison 1973/74   

Obwohl Aufsteiger, hat sich die erste Mannschaft gleich den Durchmarsch in die Oberliga zum Ziel gesetzt. Prompt startet man dann auch mit vier Siegen gegen Feudenheim, Hockenheim, Karlsruhe II und Mosbach. Erst in der fünften Runde wird das erste Unentschieden abgegeben, dennoch ist man noch Tabellenführer. In der siebten Runde steht dann das Spitzenspiel gegen den Verfolger aus Pforzheim an, und ausgerechnet hier bricht eine ersatzgeschwächte Ladenburger Mannschaft völlig ein und verliert klar mit 2:6. Am Ende gelingt allerdings doch noch mit 11:3 Punkten der zweite Platz, der zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen in die Oberliga berechtigt. Nach einer erwarteten Niederlage gegen Lampertheim muss gegen Emmendingen unbedingt gewonnen werden, aber leider bringen die Ladenburger Spieler eine 4:1-Führung nicht über die Zeit und scheitern knapp am ersehnten Ziel.

Nach dem ungewohnten dritten Platz in der Vorsaison ist die zweite Mannschaft wieder in der Aufstiegsspur: Kurz vor Saisonschluss wird man zwar von Friedrichsfeld noch abgefangen, aber auch der zweite Platz reicht zum Aufstieg in die Landesliga.

Als sehr stark erweist sich die Kreisklasse A für die dritte Mannschaft, so dass das jüngste Ladenburger Team am Ende nur auf Rang sieben liegt.. Nachdem zwischenzeitlich Gerhard Ermentraut den Vorstandsposten übernommen hatte, wird er bei der Hauptversammlung von Dieter Sauerbier abgelöst. Wichtig für den jungen Verein ist auch die Verabschiedung einer Satzung, mit der man sich endlich feste Regeln gibt. Ein vom Gewerbeverein gestiftetes Gartenschach im Benzpark wird im Rahmen des Ladenburger Sommertagszuges durch eine Partie zwischen Dieter Sauerbier und Prof. Dr. Günter Wenzel eingeweiht.

Saison 1974/75   

Ohne einen Aufstieg, einen Abstieg oder sonstige einschneidende Veränderungen verläuft die Saison 1974/75 recht unspektakulär.

Durch Spitzenspieler Voigt verstärkt, geht die erste Mannschaft als Favorit in die Verbandsliga und schlägt mit einem 6,5:1,5-Startsieg gegen Hockenheim einem 5,5:2,5 gegen die Schachfreunde Heidelberg und einem 5:3 gegen Aufsteiger Söllingen gleich kräftig zu. Dann jedoch gerät Sand ins Getriebe, und am Schluss der Saison steht man "nur" auf dem dritten Platz.

Mit vielen Schwierigkeiten hat die zweite Mannschaft in der Landesliga zu kämpfen, immerhin die dritthöchste Spielklasse. Nach einigen hohen Niederlagen zu Beginn akklimatisiert sich das Team aber etwas besser und schafft am Ende mit Rang acht den Klassenerhalt.

Die dritte Mannschaft wiederholt mit dem siebten Platz ihr Vorjahresergebnis in der Kreisklasse A.

Saison 1975/76   

Diesmal verpasst die erste Mannschaft den Aufstieg gleich zu Beginn den Aufstieg, als man mit 2:4 in die Saison startet. Zwar wird danach nur noch ein Unentschieden abgegeben, aber die Mannschaften von Seckenheim gibt sich keinerlei Blöße, und auch Mannheim 1910 bleibt noch zwei Punkte vor den Ladenburgern, die erneut den dritten Platz belegen.

Auch die zweite Mannschaft startet schlecht und kann erst am drittletzten Spieltag die rote Laterne abgeben. Am Ende rettet man sich in der Schlußrunde durch ein 4:4 gegen Lampertheim II.

Eine hervorragende Saison legt dagegen die verstärkte dritte Mannschaft hin, die erst gegen Ende des Spieljahres zwei Punkte abgibt und sicher aus der Kreisklasse A in die Bezirksklasse aufsteigt.

Ursula Wasnetsky gewinnt mit 6,5/7 und anderthalb Punkten Vorsprung die offene Deutsche Damenmeisterschaft in Zell a.H. und vertritt Deutschland anschließend bei der Schacholympiade in Haifa.

 Saison 1976/77  

Erneut erwischt die erste Mannschaft einen 2:4-Start in die Verbandsliga, woraufhin der Aufstieg passé ist. Auch im weiteren kommt man nicht recht aus dem Mittelfeld nach vorne und beendet das Spieljahr mit 10:8 Punkten auf Rang vier. Endgültig an die rauhe Luft der Landesliga gewöhnt hat sich die zweite Mannschaft, die nach zwei Siegen zu Beginn erstmals um den Verbandsligaaufstieg mitspielen will. Allerdings verhindern Niederlagen gegen die Mitkonkurrenten dieses Vorhaben, und am Ende resultiert ein fünfter Platz.

Große Probleme hat dagegen die dritte Mannschaft in der Bezirksklasse: Aufgrund Spielermangels müssen fast alle Kämpfe in Unterzahl bestritten werden, so dass der letzte Platz und der damit verbundene Abstieg nicht vermieden werden kann. Zur Konsolidierung wird die Mannschaft gleich zum Jugendteam umstrukturiert und in der neuen Saison in die Kreisklasse B zurückgezogen.

Beim Badischen Schachkongress gewinnt Werner Eff das Blitz-Hauptturnier unter 130 Teilnehmern, und Dieter Sauerbier erreicht mit seinem Vizemeistertitel im Bezirkspokal die badische Ebene dieses Wettbewerbs.

Saison 1977/78   

Spiellokalwechsel für den Ladenburger Schachklub vor der Saison: Im "Schützenhaus" finden die Vereinsmitglieder ideale Spielbedingungen vor, die die abgelegene Lage mehr als kompensieren können.

Eine herbe Enttäuschung fabriziert die erste Mannschaft gleich am ersten Spieltag mit der 3,5:4,5-Niederlage gegen den Abstiegskandidaten aus Feudenheim. In der Folgezeit hievt man sich jedoch noch genau wie letztes Jahr mit 10:8 Punkten auf Platz vier.

Ebenfalls einen schwachen Start erwischt die zweite Mannschaft mit einem 3,5:4,5 gegen Aufsteiger Schwetzingen. Dieser wird im Verlaufe der Saison zum großen Überraschungsteam und hat zwischenzeitlich sogar drei Punkte Vorsprung, ehe Ladenburg II mit einem famosen Schlussspurt doch noch den ersten Platz erringt und zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Verbandsliga aufsteigt, wo man nun auf die eigene erste Mannschaft treffen wird.

Als Jugendmannschaft ist die dritte Mannschaft in die Kreisklasse B gestartet, und hier geben einige derjenigen jungen Spieler ihr Debut, die Anfang der Achtziger Jahre zur Blütezeit des Ladenburger Jugendschachs beitragen sollen. Am Ende steht das junge Team auf einem beachtlichen dritten Platz.

Der überraschende Tod des Gründungs- und Ehrenmitglieds Erwin Frodl reisst zum ersten Mal eine schmerzhafte Lücke in den noch jungen Verein.

Wesentlich erfreulicher ist die Ausrichtung des ersten Ladenburger Jugendturniers, und im Vorstand ergibt sich eine Umstrukturierung mit Prof.Dr.Günter Wenzel als erstem und Dieter Villing als zweitem Vorsitzenden.

Saison 1978/79   

Gleich mit zwei Mannschaften ist der Schachklub optimistisch in die Verbandsligasaison gestartet. Nachdem die erste Mannschaft am ersten Spieltag gegen Ladenburg II mit 6:2 gewinnt, folgt aber schon am zweiten Spieltag ein 3,5:4,5 in Mosbach. Nach einem Zwischenspurt gehen am Ende noch mehrere Kämpfe verloren, so dass nur ein etwas enttäuschender fünfter Platz resultiert. Dass die Verbandsliga hingegen für die zweite Mannschaft eine Nummer zu groß ist, zeigt sich schon schnell; immerhin holt das junge Team um Spitzenspieler Ermentraut einige Punkte, kann jedoch den zehnten und letzten Platz nicht vermeiden.

Die junge dritte Mannschaft kann ihren guten Vorjahresplatz in der Kreisklasse B nicht wiederholen und landet am Ende auf Platz sieben der untersten Spielklasse.

Saison 1979/80   

Zu einem ausgesprochenen Experten im Vermeiden des Aufstiegs hat sich inzwischen die erste Mannschaft entwickelt; schon zum siebten Mal hintereinander landet man in der vorderen Hälfte der Verbandsliga, aber zu mehr als einem vierten Platz reicht es auch diesmal nicht.

Keine halben Sachen macht hingegen die zweite Mannschaft; nach der Aufstiegsserie der frühen siebziger Jahre passiert nun der zweite Abstieg in Folge. Dabei hat man Pech, dass aufgrund der ungünstigen Abstiegssituation in der Verbandsliga mit den Mannheimer Schlußlichtern Weinheim und Ketsch gleich drei Mannschaften absteigen müssen, und muss in der Bereichsliga neu aufbauen.

Die dritte Mannschaft verbessert sich im Vergleich zum Vorjahr ein wenig; die jungen Ladenburger erreichen den sechsten Platz und freuen sich über die Neuordnung des Bezirks, die ihnen im nächsten Jahr einen Start in der A-Klasse ermöglicht.


Saison 1980/81   

Eine ungewohnte Situation erlebt die erste Mannschaft in der Verbandsliga, die zum ersten Mal - und zum einzigen Mal im alten Jahrtausend - in der hinteren Hälfte der Spielklasse landet. Am Schluss auf Rang 6, ist man aber nie wirklich in Abstiegsgefahr. Zum Trost holt man dafür den Bezirksmannschaftspokal.

Knapp den Wiederaufstieg verpasst dagegen die zweite Mannschaft, in der allmählich die Jugendspieler eingebaut werden und die am Ende einen Platz hinter den ersehnten Aufstiegsrängen landet, die von Friedrichsfeld und Neulußheim eingenommen werden.

Im Vergleich zu den Vorjahren ist nicht mehr die Kreisklasse B die unterste "offizielle" Klasse, sondern die A-Klasse, unter der es nur noch eine B-Klasse gibt, in der freiwillig Sechserteams starten können. Dies führt zu drei Kreisklassen A und einem hervorragenden dritten Platz für Ladenburg III in der geographisch mittleren der drei Gruppen.

Saison 1981/82   

Auch dieses Jahr ist die Verbandsliga zu stark für die Erste, um um den Aufstieg mitspielen zu können: Die emporstrebende junge Mannschaft aus Schönau, die demnächst ans Tor zur Bundesliga klopfen wird, schafft es, die erfahrenen Lampertheimer abzuhängen. So wird Ladenburg am Ende auf Platz vier verwiesen.

Die zweite Mannschaft erreicht ihren vorläufigen Tiefpunkt mit einem enttäuschenden sechsten Platz in der Bereichsliga und nimmt es sich vor, es im kommenden Jahr besser zu machen.

Die dritte Mannschaft verteidigt beinahe ihren hervorragenden Platz vom Vorjahr; diesmal steht in der Kreisklasse A ein vierter Platz zu Buche.

Im Bezirkspokal kämpft sich Ladenburg erneut ins Finale vor, scheitert aber beim 4:4 gegen Lampertheim an der schlechteren Berliner Wertung.

Saison 1982/83   

Endlich ist es geschafft: Die erste Mannschaft steigt in der Besetzung Dieter Villing, Erich Müller, Egon Müller, Werner Eff, Ralf Klinkert, Dieter Sauerbier, Prof.Dr.Günter Wenzel und Gerhard Wild (Ersatz: August Metzker) in die Oberliga auf! Dabei kassiert man in der dritten Runde die erste Niederlage gegen Pforzheim und am sechsten Spieltag, gerade als man sich die Spitze erkämpft hat, eine weitere gegen Bad Mergentheim. Aus dem Verfolgerfeld kommend, erkämpft man sich in der Vorschlußrunde durch den Punktverlust des bisherigen Spitzenreiters Neckarhausen den Platz an der Sonne zurück. In der letzten Runde wird das direkte Duell gegen den Nachbarverein nach einer 3:0-Führung in einer dramatischen Zeitnotphase zugunsten der Ladenburger entschieden, die nach dem 4,5:3,5 zum ersten Male in die höchste badische Spielklasse aufsteigen.

Auch die zweite Mannschaft mit zahlreichen jungen Spielern (Steffen Bartsch, Martin Schrepp, Stephan Feist, Frank Kalinski und Jörg Stemmler) sowie einigen alten Hasen (Rainer Grund, Gerhard Ermentraut, Klaus Reinle, Kuno Miller, Rudi Wahl) schafft endlich den Wiederaufstieg in die Landesliga. Zwar gibt man gleich in der ersten Runde ein 4:4 gegen Landesligaabsteiger Friedrichsfeld ab, danach aber erkämpft man sich die Tabellenspitze. Nach einer Niederlage in der siebten Runde sieht es noch einmal schlecht aus, aber schon nach dem folgenden Kampf ist der Aufstiegsplatz wieder in Ladenburger Händen und wird am letzten Spieltag verteidigt.

Einziger Wermutstropfen in der äußerst erfolgreichen Saison ist der letzte Platz der dritten Mannschaft in der Kreisklasse A mit nur einem Sieg..

Die "Rhein-Neckar-Zeitung" sorgt für die erste Veröffentlichung eines Problems des erst vierzehnjährigen Ladenburgers Frank Kalinski. Die Ladenburger Schülermannschaft mit Gernot Wenzel, Sven Göttlicher, Ralph Bungers und Thomas Wilhelm wird Bezirksmeister. Der Vorsitz des Vereins rochiert ein weiteres Mal, diesmal übernimmt Gerhard Ermentraut das Amt wieder von Dieter Sauerbier.

Saison 1983/84   

Ohne jeden Neuzugang tritt die erste Mannschaft als krasser Außenseiter in der Oberliga Baden an. Doch schon am ersten Spieltag kann man dem Vorjahreszweiten aus Karlsruhe ein überraschendes 4:4 abnehmen. Zwei weitere Unentschieden gegen Offenburg am zweiten und gegen Vimbuch am vierten Spieltag bringen einen Platz im hinteren Mittelfeld, dann jedoch folgen nur noch zwei weitere Punkteteilungen gegen Kirchheim und Schönau. Ohne einen einzigen Sieg und mit 5:13 Punkten hat man jedoch das Glück, dass dieses Jahr in der Oberliga nur eine Mannschaft absteigt, und es erwischt so die Mosbacher. Auf der Habenseite steht jedoch die Tatsache, gleich fünf Mannschaften der starken Liga an den Rand einer Niederlage gebracht zu haben.

Die zweite Mannschaft ist in der neuen Spielklasse schnell in großen Kalamitäten, kann jedoch am Ende der Saison durch einige Siege den befürchteten Abstieg vermeiden und läuft auf dem siebten Platz ein. Aufgrund der vielen jungen Spieler ist man zuversichtlich, derartig knappe Spielzeiten in Zukunft nicht mehr miterleben zu müssen.

Leider muss die dritte Mannschaft wegen Spielermangels in der Kreisklasse A zurückgezogen werden. Dass aber keine Nachwuchssorgen vorhanden sind, zeigen die Ergebnisse der diesjährigen Jugendwettbewerbe: Im Bezirks wird Martin Schrepp A-Jugend-Vizemeister, und Frank Kalinski und Gernot Wenzel holen in B- und C-Jugend sogar den Titel, die Schülermannschaft mit Gernot Wenzel, Sven Göttlicher, Thomas Wilhelm und Andreas Benend wird Bezirksmeister und Badischer Vizemeister, und die Jugendmannschaft, bestehend aus Martin Schrepp, Frank Kalinski, Stephan Feist, Sven Bartels, Alexander Müller, Bernhard Schummer, Ralph Bungers und Gernot Wenzel steigt in die Nordbadische Jugendliga auf.

Ein Problem von Frank Kalinski erscheint im "Stern", und auch in den Fachblättern "Schwalbe" und "Europa-Rochade" macht der Nachwuchskomponist von sich reden. 

Saison 1984/85   

Es hat nicht sollen sein: Im zweiten Jahr als krasser Oberliga-Außenseiter erwischt es die Ladenburger Truppe. Vorentscheidend sind schon die ersten Kämpfe, in denen man einige Chancen vergibt; erst im letzten Kampf holt man dann gegen den Vorletzten Freiburg 1887 den ersten Punkt, was freilich zum Klassenerhalt viel zu wenig ist.

Deutlich verstärkt präsentiert sich die Ladenburger Reserve in der Landesliga. Zwar marschieren Weinheim und Schwetzingen überlegen durch, wobei erstere sich den Aufstieg sichern, aber das restliche Feld wird von Ladenburg II angeführt, das 10:8 Punkte vorweisen kann.

Sehr stark präsentiert sich auch die dritte Mannschaft in der Kreisklasse A. Leider macht eine Schwächephase kurz vor Saisonschluss den scheinbar schon sicheren Aufstieg noch zunichte, und es resultiert nur ein dritter Platz.

Tragisches Ereignis des Jahres 1984 ist der frühe Tod von Hans Aufmuth im September; positiver Höhepunkt Nummer eins dagegen der Einzug in die unter tatkräftiger Mithilfe vor allem von Kuno Miller fertiggestellten eigenen Klubräume in der Lustgartenstraße im Frühsommer. Bei der offiziellen Eröffnungsfeier begrüßt man Bürgermeister Schulz und weitere Vertreter der Parteien und des Gemeinderates. Für das zweite Highlight sorgt die Jugendmannschaft, die in der Besetzung Frank Kalinski, Martin Schrepp, Sven Bartels, Gernot Wenzel, Alexander Müller, Ralph Bungers, Stephanie Stahlberger und Andreas Benend nicht nur als Neuling die nordbadische Jugendliga gewinnt, sondern zunächst mit 5,5:2,5 gegen den hohen Favoriten Zähringen den Badischen Titel holt und sich dann auch noch in den Ausscheidungskämpfen gegen Illingen und Siershahn die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft sichert! Diese wird im Dezember 1985 in Berlin ausgetragen werden.

Saison 1985/86   

Als Aufstiegsfavorit startet die Ladenburger Erste in die Verbandsliga, allerdings gibt man am fünften Spieltag erstmals die Tabellenführung ab und kann sie bis zum Schluss nicht wieder zurückerobern. Am Ende steht ein dritter Platz hinter Pforzheim und dem Meister aus Bad Mergentheim, der sich erst spät an die Spitze des Klassements setzen kann.

Auch die zweite Mannschaft startet in der Landesliga furios und setzt sich an die Spitze. Ein Einbruch zur Mitte der Saison läßt das Team aber sogar noch einmal in Gefahr geraten, ehe ein guter Saisonabschluss mit 3:1 Punkten den ausgeglichenen Mannschaftspunktescore von 9:9 sowie den Klassenerhalt sichert.

Mit vielen Ausfällen hat die dritte Mannschaft zu kämpfen, die aber dennoch einen sehr guten Platz in der Kreisklasse A erkämpft - beide Ereignisse sollen sich im kommenden Jahr wiederholen.

Die Jugendmannschaft erreicht auf den Deutschen Meisterschaften in Berlin den geteilten fünften bis siebten Platz. Hätte das Los Ladenburg nicht als einziges Team im Feld gegen beide haushohen Favoriten aus Bochum und Hamburg gepaart, wäre sicher noch mehr drin gewesen. Am dritten Brett glänzt Martin Schrepp mit 4,5 Punkten aus den fünf Runden.

Auch bei der Bezirkseinzelmeisterschaft der Herren zeigt sich die Vorherrschaft der Jugend: In der letzten Runde besiegt Martin Schrepp den Viernheimer Günther Beikert und sichert damit nicht nur sich den dritten Platz, sondern seinem Vereinskameraden Frank Kalinski auch den Sieg. Ebenfalls einen Bezirkstitel kann Ladenburg beim Mannschaftpokal erringen.

Saison 1986/87   

Gleich am ersten Spieltag verliert Ladenburg das Spitzenduell in Pforzheim mit 3,5:4,5. Damit ist klar, dass es mit dem Aufstieg zumindest sehr sehr schwer werden wird. Mehr als ein Platz im Verfolgerfeld ist nicht drin, und der Sieger der Liga, Karlsruhe II, ist trotz des am Ende erreichten zweiten Platzes nie zu gefährden.

Einen durchwachsenen Saisonstart erlebt die zweite Mannschaft, die zunächst sogar etwas in Abstiegsgefahr zu sein scheint. Dann jedoch kann man sich noch auf einen sicheren sechsten Platz vorspielen.

Trotz häufiger Unterzahl schafft es die dritte Mannschaft, mit 17:1 Punkten durch die Kreisklasse A zu marschieren. Damit startet die Mannschaft mit vielen Jugendspielern und einigen alten Hasen under dem erfahrenen Käpt'n Peter Eisen im nächsten Jahr in der Bezirksklasse.

Dieter Villing gewinnt das Meister-B-Turnier beim Badischen Schachkongress und steigt in die höchste Klasse auf. Für Bestürzung im Schachklub sorgt dagegen das Ableben von Gründungsmitglied Erich Schwarz im Alter von nur 46 Jahren.

Saison 1987/88   

Ganz im Zeichen des 25jährigen Vereinsjubiläums steht das Jahr 1987. Neben einigen Jubiläumsturnieren und -wettkämpfen bildet der Besuch von GM Florin Gheorgiu das Highlight der Veranstaltungen, bei einem Simultanwettkampf wird er nur von Erich Müller bezwungen, und ein Blitzturnier gewinnt er trotz Zeithandicaps mit 16 Punkten aus 16 Partien.

Derart beflügelt, startet die erste Mannschaft auch gleich mit zwei Siegen in die Saison. Als Übermannschaft der Spielzeit erweist sich allerdings Untergrombach II, das mit 18:0 Punkten in die Oberliga marschiert. Ladenburg landet am Ende mit 10:8 Punkten auf Rang vier.

Ladenburg II liegt fast die ganze Saison über auf Rang fünf, lange Zeit nur mit einem Punkt Rückstand auf den Führenden. Am Ende sind es dann allerdings doch drei Punkte, die auf Weinheim fehlen.

In der Bezirksklasse startet Ladenburg III gleich durch, und am Ende fehlt als Dritter nicht viel zum erneuten Aufstieg.

Der erste Spieler einer ganz neuen Jugendgeneration macht von sich reden: Der achtjährige Leonard Wirsching gewinnt die Bezirksmeisterschaften der D-Jugend mit sieben Punkten aus sieben Partien.

Saison 1988/89   

Endlich schafft die erste Mannschaft den zweiten Oberligaaufstieg! Wenngleich die Endtabelle ein deutliches Bild spricht und vier Punkte Vorsprung recht klar erscheinen, ist die ganze Geschichte doch ziemlich eng gewesen. Schon am zweiten Spieltag gibt es die erste Niederlage, lange Zeit erscheint Pforzheim als sicherer Aufsteiger, und dass Ladenburg am vorletzten Spieltag den Aufstieg klar macht, verdanken wir nur einem gut ausgegangenen Protest, der uns das entscheidende 4,5:3,5 gegen Handschuhsheim sichert. Dennoch ist der Aufstieg mit solch einem Vorsprung natürlich sehr verdient.

Die zweite Mannschaft erreicht in der Landesliga diesmal sogar die Vizemeisterschaft! Beugen muss man sich dabei nur der durchmarschierenden Mannschaft vom VLK Lampertheim, die auf ihrem Weg in die Oberliga (und später beinahe in die zweite Bundesliga) auch von uns nicht zu bremsen ist und klar mit 5,5:2,5 gewinnt.

Die dritte Mannschaft kann in der Bezirksklasse ihren dritten Platz verteidigen, allerdings mit einigem Rückstand auf die Aufsteiger Großsachsen und Hemsbach (wobei letztere sogar mit 7:1 gegen uns gewinnen).

Bei den Bezirksjugendmeisterschaften der D-Jugend erzielt Leonard Wirsching den geteilten Titel, und Holger Grund landet auf Rang vier.

Einen sehr schmerzlichen Verlust stellt das Ableben des langjährigen Vorstandsmitglieds Prof.Dr.Günter Wenzel im Alter von nur 48 Jahren dar. Besonders als langjähriger engagierter Jugendleiter dürfte er dem ganzen Bezirk bekannt geworden sein.

Saison 1989/90   

Kurz vor dem Fall gelingt den Ladenburger Mannschaften die stärkste Saison seit Bestehen des Vereins.

Die Oberligamannschaft erweist sich als überraschend schlagkräftig, sichert schon früh den Klassenerhalt , spielt bei einer Zwischenbilanz von 6:2 Punkten sogar kurzzeitig um den Aufstieg mit und steht am Ende mit 9:9 Punkten auf Platz sechs. Hätte es die beiden hohen Niederlagen gegen die Tabellenersten Viernheim und Untergrombach II nicht gegeben, wäre durchaus Platz drei in Reichweite gewesen. Da Viernheim ja aufgestiegen ist und Untergrombach II nicht aufsteigen darf, sieht man der Zukunft mit großem Optimismus entgegen.

Auch die zweite Mannschaft holt in der Landesliga einen guten Platz, nämlich die erneute Vizemeisterschaft. Diese ist allerdings mit sechs Punkten Rückstand auf Schwetzingen auch das Höchste der Gefühle. Im Vergleich dazu sind es auch nur sieben Punkte bis zum Tabellenletzten...

Ihre sehr guten Leistungen kann auch die dritte Mannschaft in der Bezirksklasse bestätigen, die diesmal den vierten Rang belegt. Leider macht der Rückstand von 7 bzw. 5 Punkten auf die beiden Aufsteiger Chaos Mannheim und Heddesheim II klar, dass der Aufstieg nie wirklich im Bereich des Möglichen liegt.

Bei den Badischen Meisterschaften erreicht Holger Grund in der D-Jugend den Titel. Und eine Mannschaft des Gymnasiums wird zunächst Badischer Pokalsieger und erreicht dann auf Deutscher Ebene den vierten Platz.


 Saison 1990/91   

In diesem Jahr beginnt eine schwere sportliche Krise, die im folgenden durch äußerst ungünstige Umstände auf das gesamte Vereinsleben übergreifen wird.

Sehr optimistisch startet die erste Mannschaft in die Saison; nach dem sicheren Klassenerhalt im letzten Jahr will man nach oben sehen und zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte versuchen, in die zweite Bundesliga aufzusteigen. Jedoch beginnt dann eine Saison voller Absagen, schwacher Leistungen und unglücklicher Niederlagen, die das Team am Ende auf dem letzten Tabellenplatz landen lässt. Nach dieser Enttäuschung verlassen einige Spieler den Verein.

Ganz überraschend muss auch die zweite Mannschaft, die eigentlich schon zum festen Inventar der Landesliga gehört und als letztjähriger Vizemeister den Blick ebenfalls nach oben gerichtet hat, den bitteren Gang nach unten antreten. Dabei wird man von einer schier unglaublichen Absagenwelle und von einer 3,5:4,5-Seuche erwischt, die ihresgleichen sucht. Am Ende folgt der Abstieg in die Bereichsliga und ebenfalls der Abgang vieler Spieler.

Völlig den widrigen Umständen zum Opfer fällt die dritte Mannschaft, die während der Saison zurückgezogen werden muss. Die erstmalig gegründete vierte Mannschaft, die man noch mit dem Optimismus der starken letzten Jahre gemeldet hat, kann - fast nur mit Jugendlichen besetzt - in der Kreisklasse D nur den neunten Platz belegen. Dieselben Spieler werden im nächsten Jahr als Ladenburg III in der A-Klasse starten.

Saison 1991/92   

Die Krise nimmt ihren Lauf: Nach den Abstiegen haben viele Spieler den Verein verlassen, und auch bei den Spielern, die noch dabeibleiben, ist der Frust groß und die Bereitschaft, den Spielabend zu besuchen, sehr gering. Hinzu kommt, dass das städtische Gebäude, in dem unser Spiellokal liegt, renoviert werden soll, und diese Renovierung wegen fehlender städtischer Mittel plötzlich auf Eis gelegt wird. So kommt es, dass der Spielabend im unbeheizten Klubraum schon im Herbst nur noch von zwei oder drei Unentwegten besucht wird. Als schließlich im Spätherbst ein Mannschaftskampf der Zweiten gegen Hockenheim nach einem plötzlichen Kälteeinbruch nur tiefgekühlt bestritten werden kann, gibt der Verein die Hoffnung auf schnelle Besserung auf - die Verbandsrunde wird ab sofort im Ladenburger Gymnasium bestritten, das Jugendtraining dank der schnellen und freundlichen Hilfe der Sängereinheit im "Ratskeller" in der Hauptstraße, und für den Spielabend ergibt sich nach einigem Hin und Her auch eine Ausweichlösung im Kaffeehaus "Wintergarten". Zwar passen auf die dortigen Tische nicht Brett und Uhr gleichzeitig, aber immerhin kann ein einigermassen geregelter Spielbetrieb vorerst noch aufrechterhalten werden. Die missliche Situation führt sogar zum Gedanken einer Fusion mit den benachbarten Heddesheimern, was sich jedoch bald als nicht möglich herausstellt.

Um ein Haar passiert dann tatsächlich der Super-GAU: Der Abstieg der ersten Mannschaft in die Landesliga. Teilweise sehr unmotivierte Stammspieler machen immer wieder den Einsatz vieler Ersatzkräfte nötig, die sich dem rauhen Abstiegskampf in der Verbandsliga nicht als gewachsen erweisen. Bei 2:10 Punkten und einer sehr ungünstigen Tabellensituation ist klar, dass nur noch drei Siege zum Schluss helfen werden. Und siehe da - diese gelingen tatsächlich, wenn auch immer äußerst knapp und glücklich (zweimal 4,5:3,5 und einmal 5:3). Und so ist das Schlimmste doch noch vermieden.

Ebenfalls eine furchtbare Saison erlebt die zweite Mannschaft in der Bereichsliga. Nachdem viele Spieler nach dem Abstieg die Mannschaft verlassen haben, wäre man eigentlich immer noch stark genug, um den Aufstieg mitzukämpfen - aber Frust und mangelnde Spielpraxis macht sich bemerkbar, und so landet man am Ende auf dem enttäuschenden siebten Platz - wenn auch mit positivem Punktekonto von 10:8. Einziger Lichtblick ist die Leistung eines jungen Talents mit Namen Holger Grund, der in sechs Partien nur ein einziges (unnötiges) Remis abgibt.

Überhaupt kein Spieler übriggeblieben ist dagegen von der dritten Mannschaft. Somit setzt sich diese im neuen Jahr nur aus Jugendspielern zusammen. Nach ausführlichen Diskussionen entschließt man sich, die Mannschaft doch in der Kreisklasse A zu belassen, obwohl klar ist, dass dort kein einziger Mannschaftspunkt zu holen sein wird. Immerhin erzielt die Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von gerade einmal 13 Jahren vierzehn Brettpunkte und macht Hoffnung, im nächsten Jahr in der Kreisklasse B nicht ähnlich abzustürzen. Aber es soll alles ohnehin viel besser kommen...

Als sehr wichtig für die zukünftige Jugendarbeit des Vereins erweist sich die Gründung einer Schach-AG am Ladenburger Gymnasium unter Gerhard und Andreas Benend, die in den kommenden Jahren immer wieder für Nachschub an talentierten Spielern sorgen wird.

Und eine Krönung hat die Saison doch noch: Zur Ausrichtung des Badischen Schachkongresses im April des Jahres in der Lobdengauhalle rauft sich der Verein wieder zusammen und organisiert ein tadelloses Turnier, bei dem der erst zwölfjährige Holger Grund sein Hauptturnier souverän gewinnt und somit jüngster Ladenburger Meisterspieler aller Zeiten wird.

Saison 1992/93   

Dramatische Zuspitzung der Ladenburger Krise: Im Winter des Jahres schließt plötzlich und überraschend unser Ausweichlokal "Wintergarten"! Einige Versuche, andere Spiellokale zu gewinnen, scheitern entweder an mangelnder Kooperationsbereitschaft des Wirts oder daran, dass keine Spieler beim Spielabend auftauchen. So gibt es tatsächlich für mehr als ein halbes Jahr keinen Spielabend mehr, und der Verein trifft sich nur bei der Verbandsrunde.

Diese nimmt für die wiedererstarkte erste Mannschaft einen relativ unglücklichen Verlauf: Am ersten Spieltag trifft man auf den haushohen Ligafavoriten aus Bad Mergentheim und besiegt den mit zwei internationalen Meistern angetretenen Gegner sensationell mit 4,5:3,5. Für den entscheidenden Punkt sorgt dabei der zwölfjährige Holger Grund in seinem ersten Einsatz für die Erste. Aber schon am zweiten Spieltag gibt es gegen den zweiten Mitfavoriten Untergrombach II eine herbe 2:6-Schlappe. Trotzdem liegt Ladenburg zwei Spieltage vor Schluss wieder auf Rang eins und spielt nur noch gegen zwei Abstiegskandidaten - da setzt es gegen Calw eine furchtbare 2:6-Niederlage, die jede Hoffnung zunichte macht. Am Ende resultiert ein zweiter Platz und viel Frust.

In diesem Jahr darf bei der zweiten Mannschaft in der Bereichsliga wirklich nichts schiefgehen: Viele alte Kämpen sind wieder aktiviert und bereit, der Mannschaft beim Projekt "Aufstieg" zu helfen. So ist es kein Wunder, dass dieser mit 18:0 Punkten erreicht wird, wobei mit 51,5 Brettpunkten sogar die magische Fünfzigermarke durchbrochen wird.

Auch die dritte Mannschaft hat sich wieder gefangen. Einige alte Recken haben sich bereiterklärt, hier an den Spitzenbrettern mitzuhelfen, und so gelingt mit einer sehr schlagkräftigen Kombination von vier Erwachsenen und vier Jugendspielern ein sicherer Wiederaufstieg mit 16:2 Punkten.

Einen beinahe totalen Triumph erreicht der Schachklub bei den Jugendmeisterschaften: Ausser im Turnier in der A-Jugend, wo kein Ladenburger am Start ist, gewinnen Ladenburger Spieler alle Wettbewerbe. In der B-Jugend siegt Christian Bläß, bei der C-Jugend Leonard Wirsching, in der D-Jugend Steffen Haschler und in der E-Jugend Paulus Esterházy. Bei den Blitzmeisterschaften startet dann auch Holger Grund, obwohl eigentlich noch C-Jugendlicher, in der A-Jugend, und siehe da - es werden alle fünf Titel erreicht! Holger wird in diesem Jahr auch noch Deutscher Meister der U13 und erreicht einen hervorragenden neunten Platz bei den Europameisterschaften seiner Altersklasse. Bei den Bezirksmeisterschaften der Schulen gewinnt das Carl-Benz-Gymnasiums in den Altersklassen II (U16) und III (U14).

Saison 1993/94   

Endlich ist die grösste Krise im Ladenburger Verein gebannt und ein Ausweichquartier in der Gaststätte "Neckarstrand" gefunden. Zwar sind die Verhältnisse dort mit dem Billardtisch direkt neben den Schachtischen alles andere als ideal, und mehr als einmal sorgen durch ein Queue umgeworfene Figuren für Reibereien - aber das Schlimmste ist vorbei. Zumal die Renovierungsarbeiten in unserem Klubhaus endlich weitergehen und wir im April endlich unseren neuen Raum beziehen können!

Erneut gelingt es der ersten Mannschaft allerdings nicht, den Aufstieg in die Oberliga zu schaffen. Diesmal scheitert man durch ein peinliches 1,5:6,5 im direkten Vergleich gegen den späteren Aufsteiger Karlsruhe II und kann die Karlsruher dann nie mehr ernstlich gefährden, die mit 16:2 Punkten und drei Zählern Vorsprung auf den Zweiten Ladenburg durchziehen.

Ein unglaubliches Fotofinish gibt es in der Landesliga: Vor dem letzten Spieltag liegt Ladenburg noch relativ sicher einen Brettpunkt vor Ketsch, zweieinhalb Brettpunkte vor Lampertheim und einen Mannschaftspunkt vor Lasker Mannheim und Heddesheim. Dann jedoch gewinnen Lampertheim und Heddesheim, und Ladenburg II passiert ein schlimmes 0,5:7,5 ausgerechnet im direkten Vergleich gegen Lasker. Als wir beim geselligen Beisammensein hinterher unseren Abstieg betrauern, kommt die Kunde, dass es Ketsch gegen Schwetzingen auch nicht wesentlich besser gemacht hat und eine 1,5:6,5-Niederlage kassiert hat. Also Stichkampf. Und dieser endet - wie sollte es anders sein - mit 4:4 Unentschieden, für uns sehr glücklich. Den notwendigen zweiten Stichkampf gewinnen wir dann klar und verbleiben in der Landesliga!

Als Aufsteiger in der Kreisklasse A präsentiert sich die dritte Mannschaft sehr solide und stark und endet letztlich mit 7:9 Punkten auf einem sechsten Platz.

Die Pokalmannschaft erreicht den Bezirksvizetitel und zieht auf badischer Ebene nach Siegen über Kirchheim (kampflos), Karlsruhe, Kuppenheim und Untergrombach ins Finale ein, wo man Viernheim unterliegt. Dennoch berechtigt der zweite Platz zur Teilnahme am Deutschen Pokal, wo Ladenburg allerdings die erste Runde nicht übersteht.

In der Silvesternacht des Jahres 1993 verstirbt der Gründungsvorsitzende und Ehrenmitglied Karl Ehret im Alter von beinahe 85 Jahren. Nur zwei Monate später ereilt Ernst Giesler, ein weiteres Gründungsmitglied, im Alter von 60 Jahren der Tod. Schon erfreulicher ist die Leistung von Holger Grund, der beim Schachkongress in Hockenheim mit acht aus neun Punkten und zwei Punkten Vorsprung durchs Meister-A-Turnier marschiert und somit in die höchste Spielklasse aufsteigt. Zusammen mit Leonard Wirsching, Michael Wiederhold, Steffen Haschler, Paulus Esterházy und Thomas Henn sorgt er auch für den Bezirkstitel und den Nordbadischen Titel der C-Jugend-Mannschaft. Und den größten Erfolg in der Ladenburger Schachgeschichte landet schließlich die U15-Schulmannschaft des Gymnasiums, die in der Besetzung Grund-Wirsching-Haschler-Henn im Schachdorf Ströbeck mit 13:1 Punkten überlegen die Deutsche Meisterschaft erringt! Ein sensationeller Erfolg, der bisher in der Ladenburger Schachgeschichte einzig dasteht.

Saison 1994/95   

Eine ziemlich enttäuschende Saison spielt die erste Mannschaft in der Verbandsliga, und das, obwohl zu Jungmeister Holger Grund noch der ukrainische IM Roman Vidonyak hinzukommt. Gleich am ersten Spieltag gibt es das vorentscheidende Spiel um Platz eins gegen den starken Aufsteiger Baiertal- Schatthausen, der mit mehreren Halbprofis den Durchmarsch nach oben versucht (und auch schafft - bis in die erste Bundesliga!). Nach einer sehr unglücklichen 3:5-Niederlage ist immer noch mehr drin, aber eine dumme 3,5:4,5-Niederlage gegen Viernheim II (unser Angstgegner dieser Jahre!) und ein unsägliches 3:5 bei der nominell schwächsten Mannschaft aus Ersingen machen jede Hoffnung zunichte. Immerhin werden wir noch zum Meistermacher, indem wir im letzten Spiel Baiertals Aufstiegskonkurrenten Karlsruhe III besiegen.

The same procedure as last year für die zweite Mannschaft: Erneut kämpft man beherzt gegen den Abstieg - und diesmal vermeidet man ihn am vorletzten Spieltag mit dem 6:2 über den späteren Absteiger Hemsbach. Der fünfte Tabellenplatz darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass am Ende Hemsbach nur einen Punkt weniger hat.

Deutlich verstärkt präsentiert sich die dritte Mannschaft in der Kreisklasse A, in der die Jugendlichen immer stärker werden. Leider reichen 15:5 Punkte nicht zum Aufstieg, da die zweiten Mannschaften von Lampertheim und Hockenheim drei Punkte mehr schaffen und unser Team in zwei äußerst engen Kämpfen besiegen 

Saison 1995/96   

Obwohl Jungstar Holger Grund den Ladenburger Verein in Richtung der Viernheimer Bundesligamannschaft verlassen hat, ist die erste Mannschaft Aufstiegsfavorit in der Verbandsliga, da es dieses Jahr keinen starken Aufsteiger gibt und neben Roman Vidonyak auch seine Frau Nelly die Ladenburger Mannschaft verstärkt. So startet Ladenburg auch mit 12:0 Punkten durch, gefolgt vom Überraschungszweiten Viernheim II, der 11:1 Punkte aufweisen kann. Und - wie es kommen muss - im Spitzenspiel unterliegt unsere Erste der Viernheimer Reserve völlig unnötig mit 3,5:4,5. Umso größer ist dann die Freude, als Viernheim II am vorletzten Spieltag gegen Neckargemünd wieder einen Punkt abgibt, was uns aufgrund der wesentlich besseren Brettpunkte als Sieger aus dem dramatischen Zweikampf gehen läßt. Endlich steigt Ladenburg I wieder in die Oberliga auf!

Eine sehr gute Saison schafft die zweite Mannschaft in der Landesliga. Während sich Schwetzingen und Hockenheim einen spannenden Kampf um den Aufstieg liefern - den Schwetzingen trotz eines unglaublichen 0:8 im direkten Vergleich noch erreicht - kämpfen die restlichen Vereine mehr oder weniger gegen den Abstieg. Am wenigsten Ladenburg II, das mit 9:9 Punkten sicher den dritten Platz belegt.

Wie schon letztes Jahr kämpft die dritte Mannschaft in der Kreisklasse A um den Aufstieg, und wie damals scheint der Kampf knapp verloren - diesmal erst im Stichkampf gegen den punkt- und torgleichen neugegründeten Laudenbacher Verein - ehe überraschende Geschehnisse im Bezirk (siehe nächste Saison!) gleich noch drei zusätzliche Aufstiegsplätze schaffen, die unsere Dritte, die ebenfalls neugegründete Mannschaft von Remisdemi Mannheim und Großsachsen einnehmen. Kuriosität am Rande: Die einzige Niederlage kassiert Ladenburg III gegen die Überraschungsmannschaft von Großsachsen II, die am Ende auf Rang fünf den Aufstieg schafft, während die erste Mannschaft desselben Vereins abgeschlagen auf dem letzten Platz landet.

Obwohl die neugegründete vierte Mannschaft in der Kreisklasse B nur auf einem hinteren Platz landet, gibt sie doch Anlass zur Hoffnung: Die Jugendarbeit des Ladenburger Schachklubs ist - nicht zuletzt dank der florierenden Schulschach-AG des Gymnasiums - wieder im Aufwind! Honoriert wird das durch den zweiten Platz des Landeswettbewerbs "Top-Verein 1995", bei dem die Jugendarbeit der Vereine bewertet wird.

Saison 1996/97   

Glückliche Umstände bescheren dem Ladenburger Schachklub in dieser Saison die beste Spielzeit aller Zeiten. Da der benachbarte Heddesheimer Schachklub am Auseinanderfallen ist, wird an unseren Verein der Gedanke einer Fusion herangetragen. Diese erweist sich jedoch als äußerst schwierig, da sich für eine solche beide Vereine auflösen müssten, um sich dann neu zu gründen, mit entsprechenden rechtlichen Konsequenzen wie z.B. dem Verlust des Vereinsvermögens. Schließlich endet die Geschichte damit, dass der Heddesheimer Schachklub seine Mannschaften zurückzieht und die meisten seiner Spieler in Ladenburg landen, was nicht nur die Aufstellung von fünf Mannschaften möglich macht, sondern auch zahlreiche Aufstiege.

Selbstverständlich kann sich an dieser Aufstiegsflut die erste Mannschaft als Neuling in der Oberliga nicht beteiligen, zumal Roman Vidonyak den Verein verläßt und seiner Frau Nelly das Spitzenbrett überläßt.. Nachdem man längere Zeit etwas in Gefahr schwebt, beseitigt spätestens der 4,5:3,5-Sieg beim Aufstiegskandidaten aus Freiburg jeden Zweifel am Klassenerhalt. Am Ende landet man mit der ausgeglichenen Bilanz von 9:9 Punkten auf Platz sechs. Gleichzeitig holt das Ladenburger Team auch den Bezirkspokal mit einem klaren 3,5:0,5-Sieg im Finale gegen die Überraschungsmannschaft vom VSC Rot-Weiß Mannheim.

Äußerst schade ist es, dass der zweiten Mannschaft der Aufstieg ebenfalls nicht gelingen will, und das trotz einer überzeugenden Saison mit 16:2 Punkten. Im entscheidenden Kampf gegen Hockenheim kommt eben alles zusammen: Nicht nur fehlen die ersten vier Bretter, sondern die entscheidende Partie zum 3:5 wird mit einer Mehrfigur im vierzigsten Zug durch Zeitüberschreitung verloren... Die Chance auf den Aufstieg wird in den nächsten Jahren nie wieder so gut sein, da schon in der nächsten Saison einige Spieler die Mannschaft verlassen werden.

Sehr souverän schafft die dritte Mannschaft dagegen den Durchmarsch durch die Bezirksklasse in die Bereichsliga. Mit einer riesig starken Aufstellung ist der Aufstieg nie auch nur ansatzweise in Gefahr.

Ebenfalls einen sicheren Aufstieg schafft die vierte Mannschaft - etwa so stark wie die letztjährige Dritte - in der Kreisklasse B. In derselben Spielklasse schafft auch die Fünfte den Einzug in die Meisterrunde, wo man dann allerdings nichts mehr mit dem Aufstieg zu tun hat.

Saison 1997/98   

Obwohl die erste Mannschaft auch nach dem Abgang von Spitzenbrett Nelly Vidonyak durchaus wieder auf einen Mittelfeldplatz in der Oberliga spekuliert, erwischt man eine wahre Seuchensaison. Nach einem guten Start kommt, beginnend mit dem 3,5:4,5 gegen den späteren Mitabsteiger Karlsruhe II, immer mehr Sand ins Getriebe, und gegen Ende der Saison kann man tun, was man will - man wird in jedem Kampf haushoch abgeschossen. Obwohl noch bis zum letzten Spieltag Chancen auf den Klassenerhalt bestehen, glaubt schon niemand mehr daran - und zurecht: Mit dem 2:6 gegen Kuppenheim am letzten Spieltag ist der Abstieg perfekt.

Ebenfalls etwas mit Aderlass zu kämpfen hat die Zweite, die einige Spieler an die Erste abgeben musste. Dennoch ist das Team im Moment noch stark genug, um den Abstieg zu vermeiden. Bei drei Absteigern erweist sich das allerdings als gar nicht so einfach und gelingt erst am letzten Spieltag.

Einen wahren Raketenstart in die neue Liga legt die dritte Mannschaft in ihrer ersten.Bereichsligasaison hin: Die 6:0 Auftaktpunkte erweisen sich allerdings nachher als bitter notwendig, um nach vielen Niederlagen noch mit 8:10 Punkten den Klassenerhalt zu sichern.

Nach einem Saisonstart mit 0:4 Punkten gelingt der vierten Mannschaft eine sensationelle Serie mit sieben Siegen in Folge, die schließlich punktgenau den erneuten Aufstieg in die Bezirksklasse sichern.

Die fünfte Mannschaft spielt in diesem Jahr nur noch als Vierermannschaft, da die Fusionseuphorie allmählich nachlässt, und landet am Ende auf dem guten vierten Platz in der Kreisklasse C.

Eine neue Ära bricht an, als bei der Hauptversammlung Hans Strack und Raimund Herold auf die beiden Vorstandsposten gewählt werden und in den folgenden Jahren nicht nur für die finanzielle Konsolidierung des Vereins sorgen, sondern auch das gesellige Element wiederbeleben und den Schachklub so in eine neue Blüte führen.

Saison 1998/99   

Nach dem Abstieg kann die erste Mannschaft zwar längere Zeit vorne mitspielen, aber ist nie in wirklicher Aufstiegsnähe. Am Ende erreicht Neckargemünd den Aufstieg in die Oberliga und Ladenburg einen passablen dritten Platz.

Ladenburg II tritt in der Landesliga wieder etwas schwächer an als im Jahr zuvor; allerdings ist der Klassenerhalt, den die mit Jugendspielern aufgestockte Mannschaft erreicht, eigentlich schon nach zwei Runden bei 4:0 Punkten in trockenen Tüchern; am Ende steht ein siebter Platz mit 7:11 Punkten.

Die dritte Mannschaft kämpft in der Bereichsliga erneut erfolgreich gegen den Abstieg und landet mit ebenfalls 7:11 Punkten auf Rang sieben.

Für die vierte Mannschaft, die einige Spieler verloren hat, erweist sich die Bezirksliga als eindeutig zu stark. Am Ende steigen Ladenburg IV und Kurpfalz III punkt- und torgleich aus der Liga ab.

Dank der Initiative des rührigen Turnierleiters Nikolai Edinger wird das erste Ladenburger Schnellturnier durchgeführt, das sich aber nie so recht durchsetzen kann und einige Jahre später eingestellt wird. Auch das neu eingeführte Vatertags-Vierermannschaftsblitzturnier wird in den kommenden Jahren an der Turniermüdigkeit vieler Spieler im Umland scheitern.

Saison 1999/00   

Die Rückkehr des amtierenden Badischen Meisters Holger Grund (der für den SKL Platz vierzehn bei den Deutschen Einzelmeisterschaften holt) bringt der ersten Mannschaft den erhofften durchschlagenden Erfolg: Nicht nur holt Holger am Spitzenbrett fantastische 9/9, sondern der Rest der Mannschaft tut es ihm nach und gibt erst am letzten Spieltag die erste Niederlage ab, als der Aufstieg schon sicher ist. Allerdings deuten vier 4,5:3,5-Ergebnisse an, dass es ohne Holger nicht so gelaufen wäre. Dementsprechend hart trifft es den Verein auch, als er nach der Saison den Verein wieder in Richtung Bundesliga verläßt.

Ladenburg II leidet unter einigen Spielerausfällen. Dieses Manko wird aber wettgemacht, indem immer wieder Jugendspieler eingesetzt werden, die ihre Sache mehr als ordentlich machen. So sichert dann auch schon der mit allerletztem Aufgebot errungene 4,5:3,5-Sieg in Weinheim am drittletzten Spieltag schon den Klassenerhalt.

Ihre bisher beste Saison erwischt die dritte Mannschaft in der Bereichsliga. Zwar geht nach durchwachsenem Saisonstart erstmal das Abstiegsgespenst um, dann aber folgen einige Siege und ein sehr guter dritter Platz, nur um dreieinhalb Brettpunkte vom zweiten Aufsteiger Lindenhof II getrennt.

In der Kreisklase A wird es für Ladenburg IV leider nichts mit dem erhofften Wiederaufstieg, und die erzielten 11:7 Punkte reichen sogar nur zu Platz 6.

Die wiederauferstandene fünfte Mannschaft belegt in der Kreisklasse C den achten und vorletzten Platz.

Als großer Erfolg erweist sich die erste Teilnahme seit langem beim Altstadtfest, deren erfreulichster Effekt es ist, dass Fritz Schäfer (der inzwischen all unseren Gastmannschaften bekannt sein dürfte) als Wirt für unseren Klubraum gewonnen werden kann.


Saison 2000/01   

Pech für die erste Mannschaft: Ausgerechnet nach dem Weggang von Spitzenspieler Holger Grund und dem Rückzug von Martin Schrepp in die zweite Mannschaft gerät man in die stärkste Badische Oberliga aller Zeiten! Alle anderen Vereine haben gewaltig aufgerüstet, und es sitzen mehr Titelträger an den Brettern als etwa in den zweiten Bundesligen Nord und Ost. Dennoch hält die Ladenburger Mannschaft sehr gut mit, nach drei Siegen gegen Untergrombach, Waldkirch und Bad Mergentheim erscheint sogar der Klassenerhalt möglich, der in einem dramatischen Finale in Heidelberg leider verspielt wird, da Ladenburg mit 3:5 unterliegt und noch von Kuppenheim überholt wird.

Obwohl die zweite Mannschaft endlich einmal ziemlich stark steht, macht eine Serie von 4:4-Ergebnissen jegliche Aufstiegshoffnungen zunichte. Am Ende lässt man die Saison austrudeln und landet auf einem sechsten Platz.

Eine chaotische Saison muss die dritte Mannschaft durchmachen, in der nur noch wenig Spielbereitschaft besteht. Das führt zu einem kampflosen 0:8 gegen Hockenheim II, zahlreichen kampflos abgegebenen Einzelpunkten und reichlich Bußgeldern, da mehrfach Spieler einfach sonntags nicht auftauchen, ohne abzusagen. Dass dennoch lange Zeit der Klassenerhalt drin ist, mag angesichts dieser Umstände überraschen; allerdings ist der Abstieg dann eben auch verdient.

Mitleidtragender dieser Misere ist natürlich auch die vierte Mannschaft, die immer wieder mit erschreckenden Besetzungen antreten muss. Bei den beiden entscheidenden Kämpfen gegen die späteren Absteiger wird dann allerdings voll aufgefahren und so noch der achte Platz gerettet. Allerdings zieht man sich nach der Saison ohnehin in die Kreisklasse B zurück, um eine neue Jugendmannschaft aufzubauen.

Die fünfte Mannschaft wird in der Kreisklasse C Letzter und in der kommenden Saison dann aufgelöst, da die Spieler in die vierte Mannschaft aufrücken müssen.

In diese schlechte Saison passt wohl auch, dass die Pokalmannschaft eine peinliche Niederlage gegen die Kreisklassenmannschaft aus Ilvesheim hinnehmen muss und es nur einen einzigen Einzelerfolg gibt: Der erst sechsjährige Tim Stemmler gewinnt die U8-Bezirksmeisterschaften und zeigt, dass es mit der Jugend wieder aufwärts geht.

Unser Altstadtfeststand zieht in den heutigen Standpunkt im Hof unseres Mitglieds Fritz Schäfer in der Kirchenstrasse um. Diese günstige Lage und das gemütliche Ambiente beschert uns einen kräftigen Gewinn und seitdem konstant gute Ergebnisse.

Saison 2001/02   

Eigentlich ist die erste Mannschaft als - noch dazu knapper - Oberligaabsteiger durchaus als Favorit in die Saison gestartet. Dann aber wirft ein 4:4 nach dem anderen jeden Aufstiegsplan über den Haufen. Am Ende landet man im nach einem energischen Schlussspurt noch auf Rang 4, aber ohne Kontakt zu den beiden Aufstiegsplätzen.

Nach zwei Auftaktsiegen scheinen für die zweite Mannschaft endlich einmal bessere Zeiten in der Landesliga anzubrechen, dann aber folgen sechs Spiele ohne Sieg, und erst am letzten Spieltag kann man durch einen 5,5:2,5-Sieg über den Tabellenletzten Mannheim 46 den achten Platz und damit den Klassenerhalt sichern.

Umgekehrt macht es die dritte Mannschaft, die erstmal einen ziemlich durchwachsenen Saisonstart produziert. Dann aber folgt eine Siegesserie, der bereits nach dem vorletzten Spieltag feststehende Wiederaufstieg in die Bereichsliga und die angenehme Erkenntnis, dass sich das Team nach der katastrophalen letzten Saison wieder gefangen hat.

Auch die "abgespeckte" vierte Mannschaft, diesmal fast eine reine Jugendmannschaft, macht ihre Sache trotz schlechtem Saisonstart mit 0:4 Punkten sehr gut. Am Ende steht ein überraschender dritter Platz und durch den Hemsbacher Rückzug aus der Landesliga ein nie für möglich gehaltener Wiederaufstieg!

Leider nicht allzuweit kommt die Pokalmannschaft, die im Viertelfinale mit 1:3 gegen Chaos Mannheim ausscheidet; dafür erreicht die U12-Mannschaft den Bezirkstitel und lässt von besseren Zeiten träumen.

Dieter Villing steigt bei den Senioren ein, er gewinnt gleich sein erstes Open in Schwäbisch Gmünd klar und holt auch viele weitere Erfolge. Beim Badischen Schachkongress steigt Roman Dabrowski ins Hauptturnier auf.

Saison 2002/03   

Schon wieder ist beim Ladenburger Flaggschiff, der ersten Mannschaft, reichlich Sand im Getriebe. Obwohl man als Mitfavorit in die Ligasaison gestartet ist, bringt gleich der erste Spieltag gegen Viernheim eine unerwartete 3,5:4,5-Niederlage und damit einen derartigen Dämpfer für die Motivation, dass Ladenburg die ganze Saison über im hinteren Mittelfeld herumkrebst, ein 4:4 nach dem anderen produziert und zwischenzeitlich in akuter Abstiegsgefahr ist, die erst am vorletzten Spieltag durch die günstige Abstiegssituation in der Oberliga (und ein enttäuschendes 4:4 gegen Weinheim) gebannt werden kann.

Wie üblich das ganze Spieljahr über in schweren Nöten ist auch die zweite Mannschaft in der Landesliga. Nach zwei Startniederlagen bringt eine gute Serie zwischenzeitlich sogar Platz 3, aber dann folgen noch einige Niederlagen, so dass erst am letzten Spieltag der Klassenerhalt sichergestellt werden kann und man sich sogar noch auf den sechsten Platz verbessert.

Die dritte Mannschaft steht fast das ganze Jahr über weit unten in der Tabelle, aber das "Finale" am letzten Spieltag um den zweiten Abstiegsplatz wird gegen den SC Lampertheim II überraschend hoch mit 6:2 gewonnen, so dass man sich doch noch in der Liga halten kann.

Absteigen muss dagegen anscheinend die vierte Mannschaft, die, mehr oder weniger als Jugendmannschaft angetreten, in der Kreisklasse A wenig Land sieht. Erst am Ende der Saison zeigen die Jugendlichen deutliche Verbesserungen, aber zu mehr als Platz 9 reicht es nicht mehr. Allerdings bringt ein Rückzug von Mannheim 46 III doch noch den nachträglichen Klassenerhalt und die Hoffnung auf bessere Zeiten.

Als zweite Jugendmannschaft startet die fünfte Mannschaft in der Kreisklasse C und belegt trotz einiger achtbarer Resultate den vorletzten Platz.

Die Bezirkspokalmannschaft kann endlich einmal wieder den Titel holen! In zwei spannenden Spielen werden im Halbfinale Lampertheim mit 2,5:1,5 und im Finale Hockenheim überraschend hoch mit 3,5:0,5 besiegt. Auch die U12-Mannschaft holt den Bezirkstitel.

Dieter Villing erreicht wieder einmal glänzende Resultate bei den Senioren, unter anderem einen geteilten sechsten Platz bei den Europameisterschaften.

Saison 2003/04   

Endlich gelingt der ersten Mannschaft der Wiederaufstieg in die Badische Oberliga, und das noch mit einem perfekten Durchmarsch mit 18:0 Mannschaftspunkten. Vor der Saison wurde davon ausgegangen, dass Heidelberg II und Karlsruhe II die Hauptkonkurrenten würden. Bereits am zweiten Spieltag kann man Heidelberg II etwas glücklich mit 5:3 in die Schranken verweisen, und das mindestens ebenso glückliche 4,5:3,5 gegen Karlsruhe II am sechsten Spieltag macht den Aufstieg fast schon perfekt. Schließlich stehen am Ende imposante fünf Punkte Vorsprung auf Mitaufsteiger Karlsruhe II zu Buche.

Erneut muss die zweite Mannschaft in der Landesliga eine äußerst nervenaufreibende Saison bestehen. Der Sieg am dritten Spieltag gegen Weinheim II bleibt bis zum letzten Spieltag der einzige, so dass bei zwei Punkten Rückstand auf Friedrichsfeld und möglicherweise sogar zwei Absteigern die Hoffnung eigentlich schon verloren ist. Durch ein überzeugendes 6:2 gegen Kurpfalz kämpft sich die Mannschaft noch auf den vorletzten Platz vor, der aufgrund der günstigen Ergebnisse in der Verbandsliga sogar noch zum Klassenerhalt reicht! Ende gut - alles gut...

Auch die dritte Mannschaft muss zwischenzeitlich um den Klassenerhalt in der Bereichsliga zittern, profitiert allerdings davon, dass in der hinteren Tabellenhälfte gleich mehrere schwache Gegner mitspielen. Der Sieg am letzten Spieltag, der die Mannschaft noch auf Platz 8 bringt, wäre in Anbetracht der Verbandsligaergebnisse gar nicht mehr notwendig gewesen.

Die vierte Mannschaft ist inzwischen zu einer gemischten Senioren-Jugend-Mannschaft geworden. In dieser Besetzung kann sie sich in der Kreisklasse A etablieren und landet am Ende auf einem guten fünften Platz.

Ebenfalls auf einem fünften Platz landet die Jugendmannschaft Ladenburg V in der Kreisklasse B. Da diesmal mit Sechsermannschaften gespielt wird und das Ladenburger Durchschnittsalter das jüngste der Klasse ist, ist dies ein schöner Erfolg.

Die erste Pokalmannschaft bringt das Kunststück fertig, den Bezirksmannschaftspokal zu verteidigen, und in der U16-Jugendliga heisst das Bezirksfinale Ladenburg I gegen Ladenburg II. Auch die Senioren holen den Bezirkstitel. Leider ist sowohl für Jugend als auch für Senioren auf Badischer Ebene in Runde eins Endstation.

Bei Einzelturnieren glänzt vor allem Dieter Villing, unter anderem mit einem sensationellen 9.-16. Platz bei der Seniorenweltmeisterschaft! Ansonsten gibt es von den Jugendspielern Yasha und Armin Farmani Positives zu vermelden - Armin wird U14-Bezirksmeister und Yasha marschiert beim Badischen Schachkongress mit 8/9 durchs Allgemeine Turnier.

Eine große Umstrukturierung und Verjüngung im Vorstand ergibt sich bei der Hauptversammlung. Das Vorstandsduo Hans Strack / Raimund Herold tritt nicht zur Wiederwahl an und wird von Andreas Benend und Daniel Schiemann abgelöst.

Saison 2004/05   

Als einer der Außenseiter ist die erste Mannschaft in die Oberliga gestartet, und der Auftakt gegen einige Mitabstiegskandidaten misslingt kräftig: Kurz nach Saisonmitte stehen nur 1:9 Punkte und ein übermächtiges Restprogramm zu Buche. Doch dann leitet der zu siebt errungene Auswärtspunkt in Kuppenheim die Wende ein; ein Sieg und zwei weitere Unentschieden bringen den nicht mehr erwarteten Klassenerhalt. Besonders dramatisch dabei das letzte äußerst glückliche 4:4 gegen den Tabellenzweiten aus Eppingen und das anschließende Warten auf die anderen Resultate, die sich zum Glück genau passend gestalten.

Die zweite Mannschaft steht zwar ein wenig stärker als in den letzten Jahren; nach einem guten 4:4 gegen Weinheim folgen jedoch mehrere teils sehr peinliche Niederlagen. Ein energischer Zwischenspurt bringt jedoch wieder den sicheren Mittelfeldplatz, und das mit nur zwei Stammspielern errungene 7:1 gegen Ketsch am vorletzten Spieltag beseitigt die allerletzten Zweifel am Klassenerhalt, der dann auf Rang 4 mehr als deutlich gesichert wird.

Keine Chance hat dagegen die dritte Mannschaft, bei der sich mehr als das halbe Stammpersonal vor Saisonbeginn plötzlich zurückzieht. Trotzdem waren einige Punkte mehr drin als die am Ende erreichten 1:17.

Wiederum landet die vierte Mannschaft in der A-Klasse auf Rang 5. Da die halbe Mannschaft an die Dritte abgestellt werden muss, geht dieser Platz auch völlig in Ordnung.

Dafür schafft die fünfte Mannschaft eine wirkliche Sensation: Als zweite Jugendmannschaft in die Saison gestartet, spielt man die ganze Zeit vorne mit und überholt genau am letzten Spieltag den Tabellenzweiten Kurpfalz III! Damit steht ein nie für möglich gehaltener Aufstieg in die A-Klasse zu Buche, wo im nächsten Jahr die eigene Vierte wartet.

Ganz neu gestartet ist die sechste Mannschaft, die als dritte Jugendmannschaft in der C-Klasse immerhin den fünften Platz unter sieben Teams holt.

Weniger erfolgreich verläuft der Pokal, wo diverse Widrigkeiten bei den Modalitäten eines Auswärtsspiels in der JVA Mannheim leider die Aufstellung einer Mannschaft unmöglich machen; dafür verteidigt die U16-Jugendmannschaft ihren Titel im Bezirk, und auch die neustrukturierte U20 gewinnt ihre Spielklasse.

Neben Dieter Villing, der in gewohnter Manier zahlreiche Seniorentitel holt, glänzt bei Einzelturnieren vor allem Yasha Farmani, der beim Haßlocher Open in der B-Gruppe Zweiter von 250 Teilnehmern wird und den vierten Platz in seiner Gruppe bei den Deutschen Amateurmeisterschaften belegt. Noch erfolgreicher ist da freilich Heiko Wild, der in der C-Gruppe punkt-und torgleich mit dem späteren Deutschen Meister nur aufgrund der schlechteren zweiten Feinwertung auf Rang 2 verwiesen wird.

Saison 2005/06  

In einer Oberligasaison, in die einige Mannschaften deutlich geschwächt antreten, startet Ladenburg zwar nach wie vor als Abstiegskandidat. Dennoch sind die Aussichten auf den Klassenerhalt nicht schlecht. Und tatsächlich: Schon am ersten Spieltag gelingt ein klarer Sieg gegen Freiburg, zur Hälfte der Saison der vorentscheidende Erfolg bei Lahr; am Ende trübt der kampflose Erfolg in der letzten Runde gegen Konstanz zwar ein wenig die Freude, dennoch hat man sich den Klassenerhalt sicher verdient. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte kann man die dritte Oberligasaison in Folge in Angriff nehmen.

Weniger erfolgreich agiert die zweite Mannschaft - sofern man bei 16:2 Mannschafts- und über 50 Brettpunkten davon sprechen kann. Am ersten Spieltag wird der klar besser stehende Kampf gegen den späteren Aufsteiger Hockenheim noch hoch verloren. Immerhin haben fast alle Beteiligten deutlich über ihre Verhältnisse gespielt und für das beste Ladenburger Landesligaergebnis aller Zeiten gesorgt.

Der angepeilte Wiederaufstieg wird von der "Dritten" am Ende bewältigt; nach einem famosen 5,5:2,5 gegen Tabellenführer und Favorit Lampertheim II bringt sich das Team durch zwei unerwartete Unentschieden in den Runden 7 und 8 noch einmal in die Bredouille, kann das entscheidende Spiel gegen Konkurrent Brühl wieder klar gewinnen und hofft, es im kommenden Jahr in der Bereichsliga besser zu machen als zwei Jahre zuvor.

Gleich zwei Mannschaften agieren in der Kreisklasse A, wirklich erfolgreich aber keine von ihnen. Die Vierte muss ihre Aufstiegsambitionen schon zur Saisonmitte begraben, und die Fünfte muss nach einigen unglücklichen und einigen klaren Niederlagen wieder in die B-Klasse zurück.

Gewohnt erfolgreich auf Bezirksebene agieren die Jugend- und Seniorenmannschaften, die gleich drei Titel holen; ebenso traditionell das Ausscheiden in frühen Runden der "Badischen". Yasha und Armin Farmani gewinnen die Bezirkseinzelmeisterschaft ihrer Altersklassen und spielen diesmal auch bei den "Badischen" vorne mit - Yasha verpasst erst im Stichkampf die Teilnahme an der "Deutschen".

A propos "Deutsche": Hier gelingt dem Ladenburger Schachklub ein einmaliger Rekord - zwei deutsche Titel in einer Saison! Dieter Villing gewinnt überlegen den Senioren-Deutschlandpokal vor zahlreichen starken deutschen und exilrussischen Meistern, und Armin Farmani entscheidet ebenso überlegen die C-Gruppe bei der Deutschen Amateurmeisterschaft für sich. Hoffentlich müssen wir für ein zweites Deutsches "Double" nicht weitere 44 Jahre warten.

Die Stadtmeisterschaften werden diesmal in einem Fotofinish entschieden: Vor der letzten Runde haben gleich noch vier Spieler Chancen auf einen Gleichstand auf der Spitze! Am Ende landet die Erfahrung (in Form von Dr. Martin Schrepp und Andreas Benend, die den Titel teilen) noch einmal knapp vor der Jugend (Armin und Yasha Farmani).

Saison 2006/07

In der dritten Oberligasaison, erneut als absoluter Außenseiter, erwischt es die „Erste“ dann doch. Trotzdem kann man nach dem zweiten und dritten Spieltag noch einmal ein ganz neues Gefühl genießen: Tabellenführer! Die pessimistische Ankündigung von unserem Senior Dieter Villing „Bestimmt gewinnen wir jetzt kein Spiel mehr“ tritt dann zwar nicht ganz ein, aber außer dem  Erfolg gegen sechs Baden-Ooser gibt es keine weiteren Punkte mehr, stattdessen deutliche Niederlagen gegen hoch überlegene Mannschaften. 

Die zweite Mannschaft schafft dagegen eine Sensation: Den Aufstieg in die Verbandsliga! Dabei erweisen sich als stärkste Gegner Weinheim und Chaos Mannheim. Kurios: Die „Chaoten“ starten in der Landesliga gleich mit drei Mannschaften(!) und haben die Rangliste so aufgestellt, dass sie gegen ihre stärksten Konkurrenten theoretisch dreimal mit den stärksten acht Spielern antreten können. Lustigerweise gibt die Zweite nur gegen eine Ersatzmannschaft einen Punkt ab, gewinnt aber gegen die Bestaufstellung gleich zweimal. In einem dramatischen Schlusskampf in Weinheim gelingt ein 4,5:3,5-Sieg und damit der Verbandsligaaufstieg, der gebührend gefeiert wird.

Die dritte Mannschaft hält sich in der Bereichsliga so gerade eben, für einen Aufsteiger sicher kein schlechtes Ergebnis, und die Vierte landet in der Kreisklasse A im Mittelfeld. Die fünfte Mannschaft startet als Vierermannschaft in der Kreisklasse C und sichert sich dort gegen die junge Konkurrenz erwartungsgemäß mit 20:0 Punkten und 37:3 Brettpunkten die Meisterschaft.

Saison 2007/08

Zum zweiten Mal seit 1978/79 starten zwei Ladenburger Mannschaften in der Verbandsliga. Für die zweite Mannschaft, nur durch einen Neuzugang verstärkt, wäre auch ein Abstieg kein Malheur; die Erste möchte dagegen unbedingt wieder in die Oberliga aufsteigen. Am ersten Spieltag einigt man sich darauf, den Kampf Ladenburg I – Ladenburg II nicht vorher zu fixieren, und prompt gewinnt die Zweite sensationell mit 4,5:3,5. Dieses Ergebnis soll eine Signalwirkung für die Saison haben: Die Erste krebst die ganze Zeit im hinteren Mittelfeld herum und kommt dem angestrebten Aufstieg nicht mal ansatzweise nahe, die zweite Mannschaft dagegen holt noch weitere Punkte und stellt mit dem Sieg in der Schlussrunde gegen Ettlingen den Klassenerhalt sicher!

Leider muss die dritte Mannschaft klar absteigen: Nach einem Erstrundensieg müssen einfach zu viele Spieler nach oben abgegeben werden, so dass acht Niederlagen und der abgeschlagene letzte Platz in der Bereichsliga folgen. Unschön an dem Saisonverlauf ist auch die Tatsache, dass die häufige Unterzahl viele Spieler dazu motiviert, selbst nicht mehr anzutreten, was die Situation natürlich weiter verschärft. In der A-Klasse hält die vierte Mannschaft knapp die Klasse, und die fünfte kann in der B-Klasse mangels Spielern nicht antreten.

Nach der Umwandlung des Klubraums in einen Schulraum leidet die Gemütlichkeit beim Vereinssabend doch stark, so dass man nach deutlichem Rückgang der Beteiligung der Versuch gestartet wird, in Nebenzimmern lokaler Gaststätten zu spielen. Die Odyssee durch die örtliche Gastronomie wird nach drei unglücklichen Versuchen, die aufgrund verschiedener Hindernisse jeweils nach ein paar Monaten scheitern, beendet: Man spielt seitdem wieder im Klub- bzw. Schulraum. Komplett eingeschlafen ist leider die ehemals so erfolgreiche Jugendgruppe: Es findet sich einfach kein Klubmitglied mehr, das zu den Jugendtrainingszeiten Zeit hat, das Training zu leiten.

Saison 2008/09

Die Saison 2008/09 verläuft aus verschiedenen Gründen äußerst ungünstig und wird als schlechteste Spielzeit der neueren Geschichte in die Vereinschronik eingehen. In der Verbandsliga will man wieder mit zwei Mannschaften starten und einen Aufstieg sowie einen Klassenerhalt anpeilen, aber diverse berufliche Wegzüge, Krankheitsfälle und Vaterschaften sorgen zu Saisonbeginn für den Ausfall fast einer kompletten Mannschaft. So startet Ladenburg I als eine Mischung aus der angepeilten ersten und zweiten Mannschaft, und Ladenburg II wird ganz aufgegeben: Da man der dritten Bezirksklassemannschaft nicht zumuten will, in der Verbandsliga abgeschossen zu werden, kommt es nur darauf an, die Bußgelder zu minimieren. Auch die Erste spielt in immer wechselnden Besetzungen sehr unglücklich und kann erst am allerletzten Spieltag durch einen Sieg gegen Pfinztal vermeiden!

Die dritte Mannschaft, eigentlich eine Kombination aus Dritter und Vierter des Vorjahres, hält sich in der Bezirksklasse sicher, die Vierte muss während der Saison aus der Kreisklasse C zurückgezogen werden. Auch bei den vereinsinternen Turnieren ergibt sich leider eine neue Talsohle bei der Spielbeteiligung.

Saison 2009/10

Nach der verkorksten letzten Saison und dem darauffolgenden Abgang einiger Spitzenspieler entschließt man sich, die zweite Mannschaft gleich um eine weitere Klasse in die Bereichsliga zurückzuziehen, die erste Mannschaft macht sich auf den Abstiegskampf in der Verbandsliga gefasst. Wieder beginnt alles äußerst unglücklich: Der schwer erkämpfte Auftaktsieg gegen Kirchheim II wird durch den kurz darauf erfolgten Rückzug der Kirchheimer zunichte gemacht, und nach drei Spieltagen und schlechten Leistungen steht man in der „schiefen“ Tabelle mit einem Spiel weniger sogar auf einem Abstiegsplatz! Dann folgt jedoch, beginnend mit dem 4,5:3,5 gegen Hockenheim II, die Wende: Plötzlich fängt die Erste an, ein Spiel nach dem anderen zu gewinnen. Am drittletzten Spieltag eröffnet ein mit allerletztem Aufgebot errungenes – äußerst glückliches – 6:2 in Pforzheim sogar Aufstiegschancen, die mit dem 4,5:3,5 gegen den Tabellenersten Heidelberg II beim Schopfe gepackt und mit dem Sieg in der Schlussrunde gegen Untergrombach II endgültig verwertet werden! Dieser sechste Oberligaaufstieg ist zweifellos der überraschendste. 

Die Zweite, eigentlich die letztjährige Dritte, kämpft in der Bereichsliga schwer, kann jedoch am letzten Spieltag voll auffahren und durch einen Sieg gegen Großsachsen die Klasse halten. Wie knapp es hier zugeht, zeigt die Tatsache, dass der Tabellenletzte noch 9 Punkte hat, ein Ergebnis, mit dem man normalerweise die Klasse locker halten kann. Die dritte Mannschaft startet in der C-Klasse als Vierermannschaft, sichert sich überlegen die Meisterschaft und wird im nächsten Jahr als Sechsermannschaft in der B-Klasse gemeldet, zumal das zwischenzeitlich eingeschlafene Jugendtraining reaktiviert wird und einige Neumitglieder die Vereinsabende deutlich beleben.


Saison 2010/11

Mit einer Verstärkung, aber auch einem Abgang, ist die so überraschend aufgestiegene Erste in der Oberliga natürlich klarer Abstiegskandidat. Die Hoffnung, die nach dem Sieg gegen Brombach am zweiten Spieltag auftaucht, zerschlägt sich nach und nach; nach dem 4:4 gegen den Tabellenletzten Heidelberg II am vorletzten Spieltag ist der Abstieg fast besiegelt, und nach der Schlussniederlage gegen Eppingen II endgültig. 

Die zweite Mannschaft startet mit einigen reaktivierten Altmeistern und einem Neuzugang in die Bereichsliga. Diese Aufstellung macht sie zum hohen Favoriten in dieser Klasse, und nach sieben Siegen wird mit dem 4:4 gegen Hockenheim III der Aufstieg sichergestellt. Endlich ist Ladenburg II also wieder in der angestammten Klasse, der Landesliga (bisher 27 Spielzeiten), angekommen!

Die dritte Mannschaft, mit erfahrenen Kämpen gegen Jugendteams in der B-Klasse antretend, schafft den Aufstieg ebenfalls klar und gibt gar keinen Mannschaftspunkt ab. Im nächsten Jahr will man mit einer Achtermannschaft in der A-Klasse antreten.

Auch die Vereinsabende erfahren deutliche Belebung: Nach zwischenzeitlich 4-6 Teilnehmern gibt es wieder deutlich über 10 Mann pro Blitzturnier, und so hat man die Hoffnung, das Jubiläumsjahr 2012 ebenfalls erfolgreich gestalten zu können.

Nächste Termine

  • 03 Dez
    Spieltag Runde 3 All Day

    SK Tauberbischofsheim - Ladenburg 2 / SK Lindenhof 2 - Ladenburg 3 / Ladenburg 4 spielfrei

  • 10 Dez
    Spieltag Runde 4 All Day

    Ladenburg 1 - BG Buchen

  • 14 Jan
    Spieltag Runde 4 All Day

    Ladenburg 2 - SC Leimen / SC Ketsch - Ladenburg 3 / Ladenburg 4 - SK Großsachsen 3

  • 03 Dez - 15 Jan
  • 21 Jan - 05 Feb
  • 18 Feb - 12 Mär
  • 18 Mär - 23 Apr
  • 06 Mai - 07 Mai