Schachklub in der Saison angekommen

Nach dem schlecht verlaufenen ersten Spieltag, bei dem nur die zweite Mannschaft bei ihrem Auswärtsspiel in Tauberbischofsheim erfreulicherweise punkten konnte, gab es am vergangenen Sonntag deutlich günstigere Ergebnisse.

Der Schreiber dieser Zeilen spielte mit der Ersten bei Sandhausen. Nachdem wir am ersten Spieltag gegen die zuordnungsfreie Walldörfer Reserve in einem erst ganz schlecht aussehenden Kampf dann nur knapp das 4:4 verpassten, musste diesmal der erste Sieg her. Tatsächlich hatten wir schon aus der Eröffnung heraus nirgendwo Probleme; und im frühen Mittelspiel gelang es Ralf, seinem Gegner einen wichtigen Zentralbauern herauszuoperieren. Vadim war mit einem Mehrbauern herausgekommen, Stefan hatte eine ausgeglichene Position, Martin eine leicht angenehmere spanische Abtauschstellung; an den hinteren Brettern hatte Tim eine Initiative in einer Damengambitstellung, und die Positionen an den letzten drei Brettern waren kompliziert.

Für den ersten Punkt sorgte, wenn ich mich recht erinnere, Tim, der Qualität und Partie gewinnen konnte, danach einigte sich Martin mit seinem Gegner auf Remis. Ralf musste zwar eine Position mit ungleichen Läufern hinnehmen, aber verwertete seinen Vorteil sicher - 2,5:0,5. Danach gewann Walter an Brett 8 seine gut angelegte Partie und sorgte für das 3,5:0,5. In dieser Situation entschied ich mich in einer Stellung annähernden dynamischen Gleichgewichts für ein mehr als riskantes Figurenopfer, auch aufgrund einer Verrechnung, konnte mich am Ende aber mit einem hübschen Trick durchsetzen. Als nächstes gewann Stefan, dessen Gegner einen vergifteten Bauern gewann und sich dann mit drei Bauern gegen die Figur nicht mehr helfen konnte. Erich hatte hier einen Mehrbauern im Endspiel, Vadims Stellung war plötzlich sehr kompliziert geworden. Schlussendlich siegte Erich und Vadim remisierte - 7:1 für uns, ein schöner Erfolg, der uns auf Platz 2 der Tabelle bringt, punktgleich mit dem Vorletzten. Also weiter kämpfen gegen den Abstieg, oder gegen den Aufstieg, oder auch für den einen oder anderen.

Die zweite Mannschaft musste leider gegen Chaos Mannheim eine 2,5:5,5-Niederlage quittieren (Sieg von Alexej, unentschieden von Dennis, Fritz und Damir), wogegen die Dritte den Vogel abschoss: Gegen den VLK Lampertheim gab es trotz einer Erwartung von gerade einmal 2,28:5,72 einen unglaublichen 6:2-Sieg! Für unsere schlagkräftige Mischung aus erfahrenen und Jugendspielern punkteten trotz teilweise deutlicher nomineller Unterlegenheit Jörg, Michael, Harald, Vadim und Sviatlana mit Siegen sowie Raffael und Henrik mit Remisen. Darauf lässt sich aufbauen!

(A.B.)